„Kulturmanagement heißt Brücken bauen“

Leitbild

Ich weiß wie Künstler "ticken". Kunst lebt nicht aus sich selbst heraus. Die Musik schon gar nicht.

Kunst lebt in der menschlichen Gesellschaft, ist eingebunden in das Netz des sozialen Miteinanders. Sie hat innerhalb der Kultur einen wesentlichen Anteil an unserem Wir-Gefühl.

Diese Bande wachsen nicht von allein. Sie wollen gepflegt, immer wieder neu geknüpft werden.

Jugendförderprogramm für Musik

Seit über 50 Jahren ist "Jugend musiziert" zum bedeutendsten Förderprojekt für musikalischen Nachwuchs in Deutschland geworden. Am Anfang stand die Idee, durch einen dreistufig angelegten Wettbewerb gezielt für Nachwuchsmusiker in den großen Kulturorchestern zu sorgen.

Heute steht neben dem Fördergedanken junger Musiker die künstlerische Standortbestimmung im Vordergrund: "Jugend musiziert" soll motivieren, Herausforderung und Orientierung sein und Erfolgserlebnisse vermitteln.

In den mehr als 50 Jahren seines Bestehens haben fast 500.000 Kinder und Jugendliche an "Jugend musiziert" teilgenommen. Unzählige Male debütierten hier junge Musik-Talente, die heute zum Teil international bekannte Stars sind.

Seit vielen Jahren bin ich Fachprüferin der Bläserjury und Jury-Vorsitzende. Im November 2013 wurde ich einstimmig zur Vorsitzenden des Regionalausschusses der Region Diepholz, Nienburg, Schaumburg gewählt.

Darüber hinaus arbeite ich im Vorstand des Freundeskreises des Knabenchors Unser Lieben Frauen mit. 

Seit Beginn des Jahres 2016 engagiere ich mich als Vizepräsidentin des Bundesverbandes Musikunterricht / Landesverband Bremen, für einen Paradigmenwechsel in der Schulmusik.

Orchestertätigkeit

Von 2004 bis zu Beginn 2016 spielte ich als Hornistin und Solohornistin in einem regionalen klassischen Orchester. Von 2012 an wurde ich darüber hinaus wegen meiner Fachkompetenz mit dem Orchestermanagement betraut.

Konzertreisen ins europäische Ausland, die Zusammenarbeit und der rege Austausch mit internationalen Musikern, mit Spitzentheatern, wie der Bremer Shakespeare Company, mit Musikwissenschaftlern und Historikern, inspirierten mich nunmehr neue, spartenübergreifende Projekte zu realisieren.

Dies fordert derzeit meine ganze künstlerische Aufmerksamkeit.

Schulische Projekte

Inspiration

In der Bremer St. Johannis Schule habe ich seit 2012 fünf Bläserklassen aufgebaut. Diese Arbeit beginnt und endet nicht am Schultor.
Wie werden Eltern und Schüler für so ein Projekt begeistert? Wo kauft man die Massen von Instrumenten? Woher kommen deutlich 5-stellige Euro-Beträge für ihre Anschaffung? Wie erfährt die Öffentlichkeit davon? Wie bleibt das Projekt im Gespräch? Wer ist der/die beste InstrumentallehrerIn? Wie passen die Bläserklassen in das schulische Gesamtkonzept?

Die Resultate sind vielversprechend: Schon nach sechs Wochen konnten einfache Stücke gemeinsam aufgeführt werden. Nach sechs Monaten die ersten mehrstimmigen Stücke. Neben den vielen Facetten der Musik lernen diese Kinder gegenseitige Rücksichtsnahme, Teamfähigkeit und die notwendige Disziplin.

Ganz nebenbei lernen sie Notenlesen und die Grundlagen der Musiktheorie. Die Kinder sind stolz auf ihre Erfolge; sind stolz darauf dazu zugehören.

Integration

Durch die Bläserklassen erfährt Schule für die Kinder eine neue Qualität. Sie wird mehr zum Lebens- und Wirkraum.

Die Bläserschüler der 5. und 6. Klassen identifizieren sich deutlich schneller mit ihrer neuen Schule. Die über das Medium Musik erlernten "Soft Skills" wirken sich auch auf andere Fächer aus. Die soziale Kompetenz steigt.

Das Bläserklassenmodell der St. Johannis Schule wurde von vorn herein als integratives Konzept geplant: Die Kinder mit unterschiedlichen nationalen und kulturellen Wurzeln kommen sowohl aus der integrierten Haupt- und Realschule / Oberschule, als auch aus dem Gymnasialzweig von St. Johannis. Gemeinsam bilden sie ihre Bläserklasse, als verbindende Brücke zwischen den traditionellen Schultypen.

Inklusion

Gemeinsam mit einem Bremer Schulzentrum wurde ein Unterrichtskonzept entwickelt, in dem selbst schwerstbehinderte Kinder durch den spielerischen Umgang mit Blasinstrumenten eine deutliche Steigerung ihrer Lebensqualität erfahren dürfen.

Musik als therapeutisches Medium ist nicht neu. Ihre Wirkung im Rahmen der Inklusion ist jedoch phänomenal und verdient in meiner Wahrnehmung eine höhere Beachtung. 

Schulische Projekte